„Nein, nein, nein!

Aus dieser Hochzeit wird nichts!“ 

Valère erste Szene

 

Der reiche Bürger Géronte hat seine Tochter Lucinda dem alten Notar Valère versprochen und für das Heiratsversprechen von Valère eine hohe Summe erhalten. Aber seit Lucinda den ihr zugedachten Bräutigam gesehen hat, hat sie die Sprache verloren. Valère will sein Geld zurück und die Hochzeit absagen, da er mit einer Stummen nichts anzufangen weiß. Nur mit Mühe kann Géronte ihn überzeugen einen Arzt auf dem Lande zu suchen, der Lucinda von ihrer Stummheit heilt.

Der Holzfäller Sganarelle ist ein ausgesprochener Trunkenbold und Grobian und lebt mit seiner Frau Martine im ständigen Streit. Nachdem er Martine wieder einmal verprügelt hat, sinnt Martine auf Rache. 

Dazu kommt ihr der nach einem Arzt suchende Valère wie gerufen. Martine behauptet, Sganarelle sei ein erfolgreicher Wunderheiler, der aus Bescheidenheit nicht zugibt, dass er in Wahrheit ein berühmter Arzt ist, der sich aufs Land zurückgezogen hat. Notfalls müsse man Sganarelle verprügeln, damit er zugibt, dass er in Wirklichkeit Arzt ist.

Also bringt Valère Sganarelle unter Androhung von Gewalt in das Haus von Géronte, und der Arzt wider Willen muss wohl oder übel das nicht ungefährliche Spiel mitspielen. Schnell erkennt er, wie er als Wunderheiler Geronte das Geld aus der Tasche ziehen kann und im Haus ergeben sich neben der geheimnisvollen Stummheit von Lucinda auch bei den weiteren Bewohnern Möglichkeiten zur „Behandlung“, aber gerade die Heilung von Lucinda bringt ihn in Bedrängnis.